Das schlimmste an so einem sinnlosen Verbot ist, dass es in Zeiten der Globalisierung der Märkte und der guten Verfügbarkeit großer Datenmengen über das Internet wirklich noch manchen Menschen als "Lösung" eines Problems mit ganz anderen Ursachen angepriesen werden kann...
Was ich damit sagen will:
1. Wer ein (Killer-)Spiel haben will, der findet einen Weg, ganz gleich ob wir in Deutschland lokale Verbote haben oder nicht.
2. Viele Spiele werden von Leuten als "Killerspiele" angeprangert, die keine Ahnung von der Materie haben.
3. Wie schon von meinem Vorredner gesagt, Erziehungsberechtigte sollten ihrer Fürsorgepflicht nachkommen - geht leider nicht immer.
4. Es sollte Aufklärung über Gewaltpotentiale aber auch über Gewaltabbau durch Spiele stattfinden, gerade bei Kindern, Politikern und Wählern.
5. Ein normal denkender Mensch wird nicht wegen eines Spieles oder eines Filmes zum Mörder!
6. Die Ursachen für ein solches Fehlverhalten sind sehr vielschichtig, gewaltverherrlichende Medien können solche bereits entstandenen Schäden nur begünstigen, nicht erzeugen.
7. Dieses Verbot stellt die schnellste "Lösung" des Problems dar, womit jeder Politiker sagen kann, er hätte etwas zur Lösung des Problems beigetragen. Die Unwissenheit der großen Wählerschaft begünstigt diese Fehleinschätzung.
8. Jeder Politiker, der etwas Anderes behauptet, wird von den Medien und folglich von der eigenen Partei in der Luft zerrissen.
9. Somit ist die "political correctness", unser moderner Ausdruck für eine selbstauferlegte Zensur, welche in einer Demokratie nichts verloren hat, mal wieder Schuld an dem Gelingen eines solchen, sinnlosen Verbotes.
10. Nicht zuletzt sollte sich die Spieleindustrie fragen, ob alles, was sie produzieren, auch so sinnvoll ist.
11. Selbiges gilt für die Film- und Musikindustrie, aber auch für viele Andere. An dieser Stelle ein kleiner Abschweif:
computerbase hat geschrieben:
LAN-Party wegen „Killerspielverbot“ abgesagt
In Baden-Württemberg ist einmal mehr eine Gamer-Veranstaltung dem Killerspiel-Schlaghammer der Politik zum Opfer gefallen...
...Auf der CXT14 sind allerdings nur volljährige Spieler zugelassen, wie der Veranstalter mitteilt...
...In der Spielerszene wird die aktuelle politische Entwicklung dabei weiterhin für Unmut sorgen, da auch dieses Ereignis ein Vorbild für weitere Gemeinden sein könnte. Dabei stehen mit den beginnenden Sommerferien auch mehr private und öffentliche LAN-Partys an. Besonders pikant ist in diesem Fall außerdem, dass ein örtliches Schützenturnier in der Gemeinde Karlsdorf-Neuthard in der Zeit vom 8. bis zum 9. August stattfinden darf. Auf diesem sind auch Teilnehmer unter 14 Jahren zugelassen.
Soweit meine stark verkürzte Meinung zu dem Thema. In diesem Sinne habe ich auch die Petition mitgezeichnet, ganz gleich wie gering die Chancen auf eine Abänderung der gängigen politischen Richtlinie sein mögen.
PS: Ich will noch einmal ganz deutlich und für jeden verständlich formulieren, dass dieser Post meine persönliche Meinung wiederspiegelt und nicht derer der Betreiber oder der anderen Nutzer dieses Forums entsprechen muss. Eben so wenig will ich Anderen meine Meinung aufdrängen.